∼ Entlang der Panke ∽ Das Glas Wasser der Müllerin von der Pankemühle im Wedding

Gesund Brunnen

uff'm Wedding oder komm jut über'n Wedding

Gesundbrunnen um 1785Eine an der Panke erbaute Mühle(Badstraße) wurde 1714 als Walkmühle gebaut, durch den Müller Johann Märker genutzt, der dort Tuch für Uniformierte verarbeitete. Sie lag sehr idyllisch auf einer Pankeinsel, die wiederum von der Kämmereiheide umgeben war. Die über die Panke führende Brücke wurde schon 1702 erwähnt. Als "Gräflich Preußische Papier Mühle" wurde sie ab 1731 weitergeführt. Müller Schulze besaß dato das alleinige Recht in Berlin Lumpen zu sammeln und Papier zu verarbeiten. Er belieferte die Residenzstädte Berlin und Cölln, mit über sechzig Mitarbeitern stellte er alle gebräuchlichen Papiersorten her. 1811 wurde der Betrieb gänzlich eingestellt, weil ständig Katastrophen wie Brand (1825) und Hochwasser der Panke (1794) die Mühle zerstörten. Im Gegensatz zur ersten Mühle an der Wiesenbrücke, die durch die Jungfrauenkirche seiner Zeit gekauft wurde und über 300 Jahre existierte, schaffte die Mühle an der Badstraße gerade mal die Hälfte. Letzte Nutzung erfuhr die Mühle nach einem erneuten Wiederaufbau im Jahre 1844 als Getreidemühle. In dessen Anschluss (1891) erwarb der Tresorfabrikant Carl Anheim das Gelände und ließ hinter der Mühle an der Panke seine Fabrikhallen bauen. Das Mühlrad wurde entfernt und die Mühle selbst als Restaurant betrieben.

Kuranlage Gesund BrunnenBei einem Besuch der Mühle durch Friedrich I., der der Sage nach müde von der Jagd kam bekam von der Müllerin Wasser gereicht, welches ihm wohl schmeckte und er als äußerst wohltuend bezeichnete. Die Kunde über das gar köstliche Wasser verbreitete sich schnell, es wurden erste Proben entnommen, die auf die Zusammensetzung analysiert werden sollten. Der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf bestätigte nach einer eingehenden Untersuchung dessen heilende Kräfte durch das eisenhaltige Wasser. Zu jener Zeit waren die Müllersleute die einzigen Bewohner am heutigen Gesundbrunnen. Der König reiste umständlich über das Oranienburger Tor und dem Vorwerk Wedding zum Schloss nach Rosenthal. Auf diesen umständlichen Wegen kam er an besagter Pankemühle vorbei. Die Brunnenstraße war gab es zu jener Zeit nicht. So kam es auch zu einer Anekdote, die zur Anlage einer direkten Chaussee führte, die heute vom Rosenthaler Tor aus die spätere Brunnenstraße ist. Seinerzeit reiste wieder einmal Friedrich der Große über die Feldflure auf holprigen Wegen seinem Landsitz entgegen, als in einer scharfen Kurve die Kutsche umstürzte. Nun wurde per königlichem Dekret die direkte Chaussee (Brunnen/Badstraße) vom Rosenthaler Thor zum Schloss in Rosenthal angelegt.

Gesund Brunnen - Quellhäuschen1748 fanden der Brunnen und dessen Wasser seine erste Erwähnung und befindet sich heute in dem Kellergewölben des Hinterhauses in der Badstraße 39. Nun kam der Hofapotheker und Arzt Heinrich Wilhelm Behm ins Spiel, der sich 1751 das königliche Privileg sicherte, eine Heil- und Badeanstalt bauen und betreiben zu können. Verhandlungsgeschick und eine weitere Prüfung durch die königlichen Gutachter veranlasste den König Friedrich II. zur Mitfinanzierung der heutigen Brunnenstraße vom Rosenthaler Tor ausgehend. Vom Rosenthaler Thor beginnend mit "Weg nach Berlin über die Felder" und ab der Pankstraße bis zur Panke "Fuß Steig vom Brunnen". 1758 begann dann unter der Leitung des Hofapothekers der Ausbau der Quelle als Kuranstalt mit Badeanstalt, Trink- und Wandelhalle und nannte das Ensemble Friedrichs - Gesundbrunnen. Die Speisewirtschaft war in der ehemaligen Lohmühle untergebracht. Mit über 20.000 Talern Kapital entstanden auch Parkanlagen nebst Stall und Gärtnerhaus, an der Badstr/Prinzenalle wurde eine Meierei errichtet. Die Wasser spendende Quelle wurde in Backstein gefasst und darüber ein Brunnenhäuschen errichtet. Mit der Ansiedlung von vier Kolonistenfamilien erfüllte er nicht nur die Forderung des Königs für die Erlangung der Erbpacht, sondern setzte den Grundstein für eine weitere Ansiedlung auf dem Gebiet des Wedding. Die neuen Kolonisten mussten einmal wöchentlich in der Meierei von Behm arbeiten. Schnell entwickelte sich die Besiedlung und zur nächsten Jahrhundertwende zählte man auch schon über einhundert Bewohner.

Mit dem Tod des Badgründers Behm (1780), der an Erschöpfung starb, verkauften dessen Erben das Vorwerk im Wedding und versteigerten die Anlage um den Gesundbrunnen. Mehrere Besitzer wechselten und erhofften sich wahrscheinlich das schnelle Geld. Anfang des 19. Jahrhunderts (1807) kaufte Dr. Flittner die Behmschen Badanlagen und ließ diese nach englischem Vorbild herrichten. Mit dem Besuch der Königin Luise 1809 wurde ihr zu Ehren die Kuranlage in Luisenbad umbenannt. Zu der feierlich enthüllten Büste dichte Friedrich Wilhelm Gubitz "Es hauchen die Stimmen vom Paradiese, Luise, es flüstert die Quelle der Wiese, Luise.". Diese Bezeichnung setzte sich aber nicht durch, der Name "Plumpe" (Brunnen und Pumpe) klang unter den Berlinern einfach besser, die für viele Bauten in Berlin einen passenderen Namen finden. Mit einer eigens kreierten Werbekampagne sollte der Kurbetrieb angekurbelt werden; Wir halten einen Bademeister, welcher zugleich ein Chirugus ist. Dieser besorgt die Zubereitung der Bäder und dient mit seiner Kunst und Wissenschaft den Badegästen. Es befindet sich in einem Nebengebäude ein Koch, welcher mit Zubereitung der dienlichen Speisen aufwartet. Man kann bei ihm zugleich ein gutes Glas Französischen und Moselwein wie auch ein gut gegorenes und gesundes Bier bekommen. Professor Ludwig Graßhoff, Direktor der Taubstummenanstalt in der Linienstraße an der ehemaligen Stadtmauer von Berlin war Nachfolgebesitzer des Bades (1820). Dessen Erben wiederum erweiterten das Bad mit einem neuen Badehaus und einer Verpflegungsstelle für pensionierte Offiziere. Schon einige Zeit später trat der Dekorationsmaler und Karikaturist Carl Wilhelm Gropius die Nachfolge (1845) im Luisenbad an. Das kulturelle Niveau des Luisenbades sollte mit Konzerten gehoben werden. Nach dessen Rückzug erwarben die Gebrüder Galuschki (1879) die schon zerteilten Grundstücke und vereinten diese wieder. Umfangreiche Bauarbeiten folgten, die die Badanlage nicht nur architektonisch erneuerte, sondern dem Ganzen auch einen neuen Namen gab. Als "Marienbad" begann nun eine neue Ära als Vergnügungsstätte. Mit dem neuen Kurbad kamen nicht nur gesundheitsbewusste Kurgäste, sondern auch findige Geschäftemacher witterten ein lohnendes Geschäft. Zahlreiche gastronomische Etablissements siedelten sich in der Badstraße an und es entstand ein beliebtes Vergnügungsviertel. Namen, wie "Ballschnieders Kastanienwäldchen", "Rose Theater" und "Weimanns Volksgarten" sind nur einige der Vergnügungsstätten. Biergärten, Cafés und Tanzlokale und dutzende Varietés wurden entlang der Promenade eröffnet. Auf die beiden Brüder geht auch der Bau des Hauses 38/39 in der Badstraße zurück, wo sie an der Fassade das Brunnenhäuschen verewigten. Ebenfalls am Haus verewigt ist der Spruch "In Fonte Salus" (In der Quelle ist das Heil). Das alte "Restaurant am Luisenbad" musste diesem Bau weichen. Letzte Spuren des ehemaligen Bades finden sich heute nur noch hinter dem Gebäude. Erhaltene Gebäude des Marienbades sind das Comptoir, das Vestibül des Tanzsaals und die Kaffeeküche. Die Kanalisierung der Badstraße gab dann schließlich der gewinnbringenden Quelle des Gesundbrunnens das Aus. Nach der versehentlichen Verschüttung trübte sich das Quellwasser und wurde dadurch unbrauchbar. Das Empfangsgebäude wurde zunächst als Lichtspieltheater genutzt. 1891 versiegte die Quelle endgültig, die verbliebenen Badanlagen fielen den Mietskasernen aus der Gründerzeit zum Opfer. 1961 wurde sie noch nachträglich zubetoniert.

St. Pauls Kirche 1928 (Prinzen/Ecke Badstraße)St. Paul Kirche Wie in anderen ehemaligen Landgemeinden von Berlin besaß der Wedding keine eigene Gemeindekirche. Gleiches galt auch für den Gesund Brunnen, der bis 1835 keine eigene Kirche besaß. Die Gläubigen mussten bis zur Großen Hamburger Straße zur Sophiengemeinde. Das sollte sich für beide Gemeinden nun ändern. König Friedrich Wilhelm III. ließ im Rahmen des Vorstadtkirchenprogramms durch den Architekten Karl Friedrich Schinkel Entwürfe anfertigen, die er wegen der Überdimensionierung verwerfen wollte. Eine grassierende Seuche zwang ihn aber den Vorschlag Schinkels zuzustimmen, die Pfarrer der Nachbargemeinden waren mit der Situation völlig überfordert. Mit der Einweihung der im klassizistischen Tempelstil errichteten St. Paul`s Kirche am 12. Juli 1835 erhielt der Gesund Brunnen eine vorerst turmlose Kirchanlage, die auf einer kleinen Erhebung gebaut wurde. Mit ihrem Stil erinnert diese Kirche an römische antike Podientempel. Im rechteckigen Grundriss gebaut, mit halbrunder Apsis und glatt verputzter Wände zieren korinthische Kapitellen auf gleichmäßig aufgereihten Pilaster die Fassade. Die antike und tempelartige Wirkung erhält die Kirche durch den breiten Architrav unter den weit austragenden Taufgesims und seinem flachen Giebel. Ein akroterienbesetzter Dreiecksgiebel bildet das abschließende Bild über dem Gebälk des Baus. Die doppelreihigen Fenster an den Längsseiten zeichnen sich durch die Mosaikverglasung und die Fenster der Apsis durch Glasmalerei aus. Eine große Freitreppe führt den Besucher durch drei rechteckige Eingänge in das Innere der Saalkirche. Nach Passieren einer Vorhalle gelangt man in den Kirchensaal, der mit Altar, Taufstein und einem gelben kunstmarmorierten Altar bestückt ist. Die Kapitelle der der hölzernen Säulen, die die Empore tragen wurden in Zinkguss gefertigt. Die Kanzelverkleidung zeigt Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus. 1885 komplettierte man die Kirche um eine als Umgang angelegte Sakristei, die im Erdgeschoss um die Apsis gelegt wurde. Zwischen 1889 – 1890 entstand durch Max Spitta neben der St. Pauls Kirche ein wie ein Campanile wirkender freistehender Glockenturm. Das Gemeindehaus und die Brauthalle wurden 1910 der Kirche angefügt und wurden dem Schinkelbau stilistisch nachempfunden. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, wo nur noch die Grundmauern geblieben sind, erfolgte der Wiederaufbau in den 50er Jahren durch Architekten Hans Wolff Grohmann vollzogen. Der betont schlichte Kirchensaal erhielt nun vereinfachte klassizistische Motive, die z. Bsp. in den Wandvorlagen, die den Chor mit seiner halbrunden Apsis einfassen. Die Außenfassade wurde, abgesehen von der Farbe wieder originalgetreu hergestellt.

200 Jahre GesundbrunnenUm dieses Kurbad siedelten sich auch vermehrt Berliner an, denn die Stadt platzte ohnehin schon aus allen Nähten. Vor den Toren der Stadt begann der Bauboom der Gründerzeit, das Land wurde parzelliert und von den Bodenspekulanten mit Mietskasernen bebaut. Die Badstraße entwickelte sich trotz Ende des Badebetriebes zu einem beliebten Boulevard. Die Entwicklung des vorstädtischen Pankows, dessen Grenze an der Soldiner Straße lag und die Einrichtung der ersten Straßenbahnlinie Berlins von Pankow zur Prinzen-, Ecke Badstraße belebte diese Vergnügungs- und Einkaufsmeile. Zudem kam auch der stete Ausbau des Prenzlauer Bergs und der nun umbenannten Kolonie Rosenthaler Vorstadt, die bis zum Humboldthain reichte. Alle trafen sich in der Badstraße. Stolz wurde vom ersten Boulevard Berlins gesprochen, andere befürchteten eine ein zweites St. Pauli. Denn es siedelten sich immer mehr Vergnügungsstätten an und aus dem Gesundbrunnen wurde der Bierbrunnen. Auf den Straßen um den Gesundbrunnen wimmelte es vor Menschen. Mit dem Ausbau der Verkehrswege kamen erneute Veränderungen an den Gesundbrunnen, schlagartig sahen Bodenspekulanten ihr großes Geschäft, dessen Anfänge Mitte des 19. Jahrhunderts begannen, als der Ausbau der Brunnenstraße als Chaussee stand.

Am 1. Januar 1861 erfolgt per Kabinettsorder vom 28. Januar 1860 die offizielle Eingemeindung des Gesundbrunnens, dem Wedding und der Kolonie  vor Schönholz  (Reinickendorf) in die Stadt Berlin. Zuvor hatten die Bewohner dieser Ortschaften die Eingemeindung lange genug gefordert. Erst der industrielle Umzug von Unternehmen und der dadurch resultierende Aufschwung des Wedding brachte die Umkehr, man wollte sich nun die Einnahmen nicht entgehen lassen.

Küche eines Mietshauses in der Badstraße 44In den auslaufenden sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts waren große Teile des Gesundbrunnens bebaut. Erst zweistockig erhöhten sich die Stockwerke mit zunehmender Industrialisierung. Der Zuzug von Arbeitern aus Berlin, die in den entstehenden Industriebetrieben arbeiteten beschleunigte nicht nur die Bebauung sondern auch den rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen. In den meist mit ein bis zwei Zimmer Wohnungen lebten mehrere Generationen zusammen und so kam es dazu, das der Wedding die größte Einwohnerdichte Berlins erreichte. Zwischen 1855 - 1871 stieg die Einwohnerzahl auf das Dreifache, wo aus dem Land Brandenburg und den östlichen Landgebieten Pommern, Schlesien, Ostpreußen sowie Posen weitere Bewohner kamen. Die Straße von der Rosenthaler Vorstadt in Richtung des ehemaligen Schlosses in Rosenthal teilt sich in die Brunnenstraße, die zwar ihren Bezug zum Gesundbrunnen hat, aber den industriellen Teil des Gesundbrunnens übernimmt, wo die Menschen arbeiteten. Die Badstraße hingegen war dem Vergnügen gewidmet, hier wurde gefeiert, getanzt und anderweitig nach Entspannung gesucht. Die einst vornehmen Häuser wandelten sich in Stätten, die auf das neue Publikum ausgerichtet waren. Bekannteste waren in der Badstraße das "Spezialitätentheater", das "Affen Seidel" Restaurant und "Weimann´s Volksgarten". In der Brunnenstraße 11 bekannt war das "Concert Cafe Volta" und in der Brunnenstraße 29 betrieb die Adler Bierbrauerei ihren Bierausschank "Universum". Volksfeste in Form von Rummelplätzen fand man am Gesundbrunnen im Soldiner Kietz an der Prinzen/Soldiner Straße, in der Behm- und in der Brunnenstraße statt. Diese Plätze wurden auch von ziehenden Zirkussen genutzt. Zu den bekanntesten Schaustellern auf der Kirmes im Gesundbrunnen zählte "Onkel Pelle" (Adolf Rautmann). Er war Zirkuskünstler, Schausteller und ein Berliner Original. Er reiste mit den Zirkussen Renz und Krone als Manegeclown, betrieb in der Müllerstraße einen Rummelplatz, der dem Rathausbau weichen musste. Nun betätigte er sich als Alleinunterhalter und fand im Gesundbrunnen eine neue Spielstätte. Sein Repertoire reichte von Kunststücken, Klamauk und lustigen Verkleidungen, er spielte Flöte, Geige und Konzertina. Zu seinem Namen kam dieser, weil er nur aus Haut und Knochen zu bestehen schien.

Swinemünder Brücke (Millionenbrücke)1872 fuhr die erste Ringbahn den neuen Bahnhof Gesundbrunnen an und vom Rosenthaler Tor fuhr ebenfalls die erste Pferdeeisenbahn auf den Gesundbrunnen hinzu, die wenig später bis an die Panke erweitert wurde. Hier wurde 1874 auf der linken Pankeinsel der Pferdebahndepot eingerichtet, wo alle ankommenden Linien sich sammelten. Dessen Planung machte eine Verbreiterung der Badstraße nötig, in dessen Zuge alte Häuserbauten verdrängt wurden. Im September teilte sich der Gesundbrunnen die erste elektrische Straßenbahn Berlins mit dem Nachbarstadtteil Pankow. Sie übernahm den elektrischen Betrieb der Strecke Pankow (Kirche) - Prinzenallee/-Badstraße und war die erste elektrische Straßenbahn von Berlin. In der Nachfolge wurde auf dem Depot die Hauptbetriebswerkstatt der Straßenbahn durch Jean Krämer errichtet. Ein Stückchen weiter die Schwedenstraße hinauf folgte 1907 der Hof, der "Berliner Omnibus Actiengesellschaft". Der Bahnhof Gesundbrunnen wurde zwischen 1895 - 1897 weiter ausgebaut und erhielt ein stattliches Empfangsgebäude für den Fern- und Vorortsverkehr. Die Fußgängerbrücke im Gewächshausstil errichtet zählte zu den längsten verglasten Brücken. Aus dieser Zeit stammt auch die Swinemünder Brücke, die am östlichen Teil des Bahnhofs die Gleise überquerte. Als "Millionenbrücke" bekannt fragen viele, warum die Brücke diesen Namen erhielt. Die einen behaupten zwar, >>weil diese aus eine Million Nieten besteht<<, aber die Wahrheit ist, die Brücke verzehrte immense Baukosten von über eine Million Reichsmark. Nicht unweit entfernt die "Hindenburgbrücke" Bösebrücke, die die Kosten der "Millionenbrücke noch schlug. Sie entstand zwischen 1912 - 1916.

Amtsgericht Wedding Eine Besonderheit am Gesundbrunnen kam der "Wiese zum Amt Schönhausen" zu teil. Obwohl der Gesundbrunnen schon dicht besiedelt war blieb der Platz unweit der Panke leer, weil kein Investor den sumpfigen Boden bebauen wollte.

Badstraße/Ecke Gropiusstraße um 1911Das erste Kino "Marienbad Lichtspiele" eröffnete in der Badstraße 35/36, welches con Carl Galuschki geführt wurde. Dem zogen zahlreiche Häuser, wie die "Humboldt Theater Lichtspiele", der "Ballschmieders Filmpalast", die "Phönix Lichtspiele" und der "Kristallpalast" in der Prinzenallee und das bekannteste Kino, die "Lichtburg" in der Behmstraße nach. Die "Lichtburg gehörte zu den Berliner Großkinos. Als "Atlantic Palast" durch Heinrich Möller und Rudolf Fränkel projektiert wurde nach einem weiteren Entwurf von Fränkel das Lichtspielhaus im Jahr 1929 am Gesundbrunnen eröffnet. Die "Lichtburg" zeichnete sich durch einen hohen Rundbau und einem gläsernen Dachpavillon aus. Über zweitausend Menschen fanden im Kinosaal Platz. Gleich nebenan etablierte sich das modernste Cafe Berlins "Café Lichtburg" mit feinsten Backwaren in eleganter Atmosphäre, mit einer Tanzdiele, wo die Kapelle Alfons Weise spielte. Das Vergnügen in der Badstraße prägte den Gesundbrunnen bis in die dreißiger Jahre und dem Beginn des 2. Weltkrieges.

Brunnenstraße 1896 (Heute U-Bahnhof Gesundbrunnen)Die vom Rosenthaler Tor kommende und zur Badstraße führende Brunnenstraße wurde 1752 als Straße von Rosenthal angelegt.  Friedrich der Große ließ die Chaussee nach Rosenthal als Allee bepflanzen. Die bebauten Grundstücke an der Straße von Rosenthal hatten einen eher dörflichen Charakter. Die Umbenennung zur Brunnenstraße erfolgte Anfang des 19. Jahrhunderts und bezog sich auf den inzwischen entstandenen Gesundbrunnen. Mit dem Hobrechts Bebauungsplan entwickelte sich der ältere Teil der Brunnenstraße bis zur Invalidenstraße als Basar des Nordens, wo sich zahlreiche Geschäfte aneinander lagen. Hier siedelte sich so genannte "Warenabzahlgeschäfte" an, wo man auf "Borg" alles Mögliche kaufen konnte. Die obere Brunnenstraße behielt ihre dörfliche Bebauung bis an das Ende des 19. Jahrhunderts.

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Entlang der Panke - Von der Quelle im Naturpark Barnim durch den Norden Berlin's

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