Panke

Am Schiffbauadamm Numma zwee, da fließt de Panke in de Spree

An der Panke - Aquarell von Heinz Schneider, Berlin-WeddingAuch Künstler fanden ihren Gefallen, an den teils malerischen Plätzen des Pankeverlaufes. So zog es Maler an die Ufer der Panke und diese brachten ihre Eindrücke auf Leinwand oder zu Papier. Aus dem Jahre 1777 ist eine Radierung "Mühle an der Panke" von C. G. Matthes erhalten, wo das gemalte Objekt als Papiermühle  bis 1826 erhalten blieb. Einige weitere, bisher ungekannte Radierungen über andere Mühlen an der Panke sind ebenfalls noch vorhanden. 1955 griff ein unbekannter Maler namens M. Kempfer, vermutlich ein Heimatmaler, das Thema Panke auf, brachte seine gemachten Eindrücke von der Panke im Roten Wedding auf Leinwand und nannte es "Panke am Wedding". Vom Maler des Ölbildes gibt es leider keine näheren Angaben. Anders verhält es sich bei diesem hier abgebildeten Aquarell "An der Panke" aus dem Jahr 1985 von Heinz Schneider. Heinz Schneider war 1919 im Prenzlauer Berg geboren und lebte seit dem Kriegsende 1946 im Wedding. Dreizehnjährig verließ der die Volksschule und wurde vom Arbeitsamt erst einmal nach Hause geschickt, weil er noch so klein war. Ein Jahr später (1933) ging er für vier Jahre in die Lehre als Fotograf und Retuscheur bei der Firma Scherl in der Zimmerstraße. In den Abendstunden nahm er Kurse in Graphik. Nach dem 2. Weltkrieg genoss Heinz Schneider eine Ausbildung zum Graphiker an der Kunstgewerbeschule (Akademie für Druck und Graphik) Berlin. Im Anschluss arbeitete im Ausstellungsbau und in der Werbung. Selbst als Designer für Tapeten, Möbel und Stoffe beschäftigte sich Schneider. Neben seiner Arbeit malte Heinz Schneider und gehörte einer lockeren Künstlergruppe um das Café Münchhausen in der Weddinger Seestraße an. Er wird Mitglied im Reinickendorfer Künstlerbund und Anfang der 60er Jahre Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler. Seine Werke wurden weltweit in Ausstellungen gezeigt, so unter Anderem in Nizza, Monte Carlo, Higashiosaka und New York. Eine Retrospektive seines Gesamtwerkes wurde 1999 in der Otto-Nagel Galerie (Seestraße) gezeigt, bei der Heinz Schneider mit der Wedding-Medaille durch den Bürgermeister Hans Nisblé geehrt wurde.

Die Panke - An der Hannoverschen Straße 1920 gemalt von Bruno BielefeldBruno Bielefeld malte die Panke an der Hannoverschen Straße mit der Mischtechnik (Gouache) in den 20igern des 20. Jahrhunderts. Bruno Bielefeld wurde 1879 in Blumenau (Ostpreußen) geboren, war deutscher Maler, Radierer und Lithograf. Ausgebildet wurde Bruno Bielefeld an der Kunst- und Gewerkschule in Danzig sowie an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Auf seinen Studienreisen durch Europa und Nordamerika gründete Bielefeld in Liverpool die "Empire Art Company". 1912 ließ er sich schließlich in Berlin nieder und widmete sich dem historischen alten Berlin, welches sich nach der Gründerzeit stetig veränderte. Bielefeld suchte nach Ecken in der Stadt, die die Gründerzeit nicht veränderte. So verschlug es ihn auch an die Panke an der Hannoverschen Straße. Noch teils malerisch liegt der Flusslauf der alten Panke hinter Brandmauern von Mietskasernen Auch in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges hielt Bielefeld das zerstörte Berlin in seinem Skizzenbuch "Bilder aus Deutschland" fest. In den letzten Jahren seines Lebens malte Bielefeld vorwiegend die Landschaft des Havellandes. Bruno Bielefeld verstarb 1973 im Alter von 96 Jahren in Berlin. Bedeutende Werke seiner Schaffenskraft hängen heute im Märkischen Museum Berlin und im Deutschen Museum München.

Die Musik befasste sich auch mit der Panke, in ihr spiegelten sich Freud und Leid gleichermaßen wieder. Während Fredy Sieg, Schauspieler, Kabarettist, Komiker und volkstümlicher Vortragskünstler, in seinem Lied "Ganz draußen an der Panke" von den Vorzügen seines Schrebergartens an der Pankower Panke sang, schimpfte hingegen Claire Waldoff flussabwärts über die Stinke-Panke in ihrem Lied "An der Panke - an der Wuhle - an der Spree". Die Arbeitslosen sangen in ihrem Stempellied zum Ende der Goldenen zwanziger Jahre und beginnenden Weltwirtschaftskrise, mit diesem Lied wurde Ernst Busch 1929 in der Weimarer Republik bekannt.

Hab ich mein kleenes Haus, davor steht eene Banke, da ruh ich abends aus, da kommt mir manch Jedanke, Seh ick det Flüsscken ziehn...

Ganz draußen an der Panke, Fredy Sieg

Und steh' am Ufer ich der Panke, möcht jleich ich wieder Leine ziehn, bei dem Jestanke - na ick danke, ne dufte Stadt ist mein Berlin...

An der Panke - an der Wuhle - an der Spree, Claire Waldoff

In Halensee, in Schlachtensee und an der Oberspree. Auch an der Krummen Lanke, doch niemals an der Panke. Sonst fängst im Nu 'nen Spickaal Du und einen alten Schuh. Und hast du Glück, dann fängst du noch 'nen Mann dazu...

Das Lied vom Angeln, Marlene Dietrich

Ohne Arbeit, ohne Bleibe biste null und nischt. Wie ne' Fliege von der Scheibe wirste wegjewischt. Ohne Pinke an der Panke stehste machtlos da , und der Burschoa sagt: Danke, rückste ihm zu nah...

Stempellied, 1929

Seit 1994 beginnt ein umfassendes Landschaftsprogramm (Panke 2015), welches die Fehler der autogerechten Stadt aus den 60er und 70er Jahren korrigieren soll. Mit Schaffung von Freiräumen und der Pflege des Pankewanderweges, sowie dessen Ausbau als Wander- und Radwanderroute knüpft man an eine Tradition von 1870 an, als Gartendirektor Gustav Meyer während der zunehmenden Bebauung Berlins mit der Freiraumplanung betraut wurde. Zuvor Mitarbeiter von Lenné begann er mit einigen kleinen Projekten, die dann 1910 in eine gesamtberlinerische Planung eingingen. Es sollte nach dem Jansen Plan ein kleiner innerstädtischer und ein größerer äußerer Grünring die Stadt begrünen. Dafür standen Parks, Kleingärten, Friedhöfe sowie Wald-, Feld- und Auenlandschaften, die ineinander übergehen sollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dies durch begrünte Trümmerberge ergänzt. Heute zählt die Panke zu den Vorzeigeprojekten, mit ihrem Wanderweg verbindet die Panke Bernau mit dem Panketal, den Berliner Stadtteilen Pankow, Wedding und Mitte. Das bis zu 80 % im Berliner Stadtraum verrohrte Pankebett soll wieder Stück für Stück sichtbar gemacht werden und der Pankewanderweg für Wanderer und Radler durchgehend begeh- und befahrbar gemacht werden. Für dieses Vorhaben sollen über 2,5 Millionen € vom Senat bereit gestellt werden, stellt aber die Planer vor großen Herausforderungen. Immer wieder enden Panke und Wanderweg vor Brücken und verfallenden Grundstücken, teilweise auch wegen der bis an die Ufer bebauten Grundstücksflächen (zwischen Pasewalker Straße und Schlosspark und Ossietzkystraße und Schönerlinder Straße).

Den wichtigeren Teil nimmt dabei der Pankeverlauf im Bezirk Mitte ein. Der 1961 mit dem Mauerbau geschlossene Verlauf Höhe der Chausseestraße (Wehr Schulzendorfer Straße) soll wieder geöffnet werden und dem Pankewasser seinen ursprüngliches Flussbett zurückgeben. In der Gründerzeit verrohrte man schon das Pankebett am Neuen Tor für den Bau des Naturkundemuseums. Mit dem Neubau des Ministeriums am Schwarzer Weg bekam die Panke ein neues offenes Bett, welches entlang der Gebäudewand verläuft. Ein Stückchen weiter flussaufwärts, auf dem ehemaligen Gelände des "Stadion der Weltjugend" entsteht der Stadtpark "Pankepark", wo die Panke zwischen den neu gebauten Immobilien in der angerenzenden Landschaftsgestaltung ihren Platz findet.

Der einst idyllische Zustand der Panke, wo Mensch und Tier gleichermaßen einen Platz fanden soll bald wieder Wirklichkeit werden. Mit der Renaurierung der Panke soll sie ihr natürliches Flussbett zurück erhalten und die Wasserqualität so verbessert werden, dass für Pflanzen und Tiere ein idealer Lebensraum entsteht. Gegenüber früheren Zeiten hat sich die Wasserqualität schon entscheidend verbessert, nur die teilweise geradlinige Führung des Flussbettes ist ökologisch nicht optimal. So könnten Änderungen am Flusslauf in den Pöllnitzwiesen und im Bürgerpark nicht nur natürlicher erscheinen, sondern auch neue Lebensräume schaffen. Im Wedding ist dies nicht gegeben, hier könnten starre Uferbefestigungen entfernt werden und durch entsprechende Anpflanzungen neue Auenzonen entstehen. Die Panke wird dadurch für Mensch und Tier abwechslungsreicher. In dem Projekt "Panke 2015" soll die Panke zu ihrer alten Natürlichkeit ein wenig zurückfinden. Sie soll wieder Lebensraum für Tiere werden, die durch die wachsende Stadt verdrängt wurden. Die Uferzonen sollen natürlicher werden, Rauschen (lyrisch Gefälle) sollen entstehen, die Forelle und Bachneunauge ein Zuhause bieten. Erlen sollen wie, typisch an märkischen Flusslandschaften die Ufer zieren, starre Begradigungen und Wehre sollen entfernt und Sand- und Kiesbänke geschaffen werden.

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Entlang der Panke - Von der Quelle im Naturpark Barnim durch den Norden Berlin's

Projektbeschreibung

Mit unserem Regionalportal beschäftigen wir uns mit der Entwicklung der Pankeregion. Die Epochen der Zeitgeschichte und die Siedlungsgeschichte an der Panke bilden die Grundlage geschichtlicher Recherchen über die ehemaligen Landgemeinden.

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