Panke
Am Schiffbauadamm Numma zwee, da fließt de Panke in de Spree
Auch Künstler fanden ihren Gefallen, an den teils malerischen Plätzen des Pankeverlaufes. So zog es unzählige Maler und Zeichner
an die Ufer der Panke und brachten ihre Eindrücke auf Leinwand oder zu Papier. Aus dem Jahre 1777 ist eine Radierung „Mühle
an der Panke” von C. G. Matthes erhalten, wo das gemalte Objekt als Papiermühle bis 1826 erhalten blieb. Einige weitere,
bisher ungekannte Radierungen über andere Mühlen an der Panke sind ebenfalls noch vorhanden. 1955 griff ein unbekannter Maler
namens M. Kempfer, vermutlich ein Heimatmaler, das Thema Panke auf, brachte seine gemachten Eindrücke von der Panke im Roten
Wedding auf Leinwand und nannte es „Panke am Wedding”. Vom Maler des Ölbildes gibt es leider keine näheren Angaben.
Vom malerischen Schlosspark Schönhausen (Niederschönhausen) bis in den Wedding fand die Kunst der Malerei an der Panke etliche Motive. Über Jahrhunderte zog es Künstler an die Ufer des kleinen wilden Flüsschen, malten es in der belassenen Ursprungsform oder in ihrem gebändigten Dasein am Wedding. Namenhafte Künstler wie Otto Nagel, Heinz Schneider, Wilhelm Hövener, Konrad Bellermann, Harry Horn, Fritz Klien, Wolfgang Niklaus, Beatrice Zweig, Max Jurisch, Kurt Mühlenhaupt, Max Gildemeister, Eberhard Friebel, Bruno Bielefeld, Paul Voelker und Alfred Karl Dietmann sind nur einige Namen aus der Kunstszene, die sich an der Panke verewigten.
Bei diesem hier abgebildeten Aquarell „An der Panke” aus dem Jahr 1985 von Heinz Schneider handelt es sich um ein
werk eines bekannten Weddinger Künstlers, der in einigen Motiven auch die Weddinger Panke verewigte. Heinz Schneider war 1919
im Prenzlauer Berg geboren und lebte seit dem Kriegsende 1946 im Wedding. Dreizehnjährig verließ der die Volksschule und wurde
vom Arbeitsamt erst einmal nach Hause geschickt, weil er noch so klein war. Ein Jahr später (1933) ging er für vier Jahre in
die Lehre als Fotograf und Retuscheur bei der Firma Scherl in der Zimmerstraße. In den Abendstunden nahm er Kurse in Graphik.
Nach dem 2. Weltkrieg genoss Heinz Schneider eine Ausbildung zum Graphiker an der Kunstgewerbeschule (Akademie für Druck und
Graphik) Berlin. Im Anschluss arbeitete im Ausstellungsbau und in der Werbung. Selbst als Designer für Tapeten, Möbel und Stoffe
beschäftigte sich Schneider. Neben seiner Arbeit malte Heinz Schneider und gehörte einer lockeren Künstlergruppe um das Café
Münchhausen in der Weddinger Seestraße an. Er wird Mitglied im Reinickendorfer Künstlerbund und Anfang der 60er Jahre Mitglied
im Berufsverband Bildender Künstler. Seine Werke wurden weltweit in Ausstellungen gezeigt, so unter Anderem in Nizza, Monte Carlo,
Higashiosaka und New York. Eine Retrospektive seines Gesamtwerkes wurde 1999 in der Otto-Nagel Galerie (Seestraße) gezeigt, bei
der Heinz Schneider mit der Wedding-Medaille durch den Bürgermeister Hans Nisblé geehrt wurde.
Bruno Bielefeld malte die Panke an der Hannoverschen Straße mit der Mischtechnik (Gouache) in den 20igern des 20. Jahrhunderts.
Bruno Bielefeld wurde 1879 in Blumenau (Ostpreußen) geboren, war deutscher Maler, Radierer und Lithograf. Ausgebildet wurde Bruno
Bielefeld an der Kunst- und Gewerkschule in Danzig sowie an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Auf seinen
Studienreisen durch Europa und Nordamerika gründete Bielefeld in Liverpool die „Empire Art Company”. 1912 ließ er
sich schließlich in Berlin nieder und widmete sich dem historischen alten Berlin, welches sich nach der Gründerzeit stetig
veränderte. Bielefeld suchte nach Ecken in der Stadt, die die Gründerzeit nicht veränderte. So verschlug es ihn auch an die Panke
an der Hannoverschen Straße. Noch teils malerisch liegt der Flusslauf der alten Panke hinter Brandmauern von Mietskasernen Auch
in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges hielt Bielefeld das zerstörte Berlin in seinem Skizzenbuch „Bilder aus
Deutschland” fest. In den letzten Jahren seines Lebens malte Bielefeld vorwiegend die Landschaft des Havellandes. Bruno
Bielefeld verstarb 1973 im Alter von 96 Jahren in Berlin. Bedeutende Werke seiner Schaffenskraft hängen heute im Märkischen Museum
Berlin und im Deutschen Museum München.
Wilhelm Hövener, Zeichner für den Berliner Kurier wurde 1903 in Berlin geboren. Die Panke war in seinem Leben öfter das Motiv für
seine Bilder. Während Arbeiten am Pankebett im Jahr 1948 durchgeführt wurden, entstand die Bundstiftzeichnung „Die
Panke”. Die Panke im Wedding durchquert ab dem Louisischen Gesundbrunnen dicht besiedeltes Gebiet. Unter dem Namen
„Roter Wedding” bekannt drängen sich Mietskasernen dicht am Ufer der Panke, auszuführende Arbeiten erfolgen meist über
mehrere Hinterhöfe. Was hier bei den Arbeiten an der Panke ausgeführt wurde ist nicht überliefert, vermutlich musste das Fundament
einer Mauer zur Panke im Hinterhof stabilisiert werden, weil dessen Untergrund vom Pankewasser freigespült wurde. Trotz der
dichten Bebauung mit Mietskasernen konnte sich wie zu sehen das Grün am Ufer der Panke behaupten. Eine weitere Deutung für dieses
Bild könnte sein, dass Kriegsschäden beseitigt wurden. Wilhelm Hövener war in der Nachkriegszeit für seine Bleistift- und
Federzeichnungen sowie Radierungen bekannt, die den zerstörten Wedding festhielten. Hövener war in den 50er Jahren auf vielen
Ausstellungen in der Kunst vertreten und verstarb 1978 in Berlin. Weitere bekannte Werke von Hövener über die Panke sind
„Motiv an der Panke” (1955) und „Panke am Stadtbad Wedding” (1961).
Ferdinand Konrad Bellermann widmete sich der Panke vorrangig im Schlosspark Schönhausen des 19. Jahrhunderts und der Gegend um
die Panke-Wiesen in Französisch Buchholz. Geboren in eine Erfurter Kaufmannsfamilie besuchte er 1928 die Fürstliche freie
Zeichenschule in Weimar. Zunächst wollte er Porzellanmaler werden, eine Augeschwäche unterbrach seine Ausbildung. Sein Großonkel
Johann Joachim Bellermann, holte Ferdinand nach Berlin, wo er im März 1833 ein Studium der Landschaftsmalerei an der Berliner
Akademie begann.
Während seines Studiums ab 1839 besuchte er auch das Atelier von Wilhelm Schirmer und unternahm Studienreisen durch Europa. Ein
gewährtes Stipendium durch Friedrich Wilhelm IV und mit der Unterstützung durch Alexander von Humboldt, erlaubte es ihm für drei
Jahre nach Venezuela zu reisen. Wieder in Berlin erhielt er am Königlichen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium die Stelle als
Zeichenlehrer und beteiligte sich auch an der Ausmalung des Neuen Museums, wo er an zwei der Wandmalereien für den Saal der
Nordischen Altertümer arbeitete. Zum Professor an der Berliner Akademie wurde Bellermann 1857 auf Vorschlag seines Lehrers Wilhelm
Schirmer berufen. Als Leiter der Klasse für Landschaftsmalerei an der Akademie übernahm Bellermann 1866 die Nachfolge von Wilhelm
Schirmer. Kurz vor seinem Tod 1889 entstanden einige Werke aus dem Schlosspark Schönhausen, wo man die Panke noch in ihrer einst
natürlichen Umgebung antrifft. Obwohl er an der Akademie und durch seine Werke so bekannt war, starb weitgehend vergessen am 11.
August 1889 in Berlin und sein Grab in Kreuzberg auf dem II. Friedhof der Dreifaltigkeits-Gemeinde an der Bergmannstraße blieb
nicht der Nachwelt erhalten.
Das nächste Werk zeigt den „Schlosspark Niederschönhausen” und ist eine Tuschzeichnung aus dem Jahr 1931 von Fritz W.
kliem, gezeichnet mit der Signatur „FKliem 31”. Geboren 1901 in Berlin besuchte Kliem zwischen 1921-23 die Städtische
Kunstgewerbeschule in Berlin. An der Reimann-Schule in Berlin absolvierte Fritz Kliem seinen Abschluss in den Fächern Zeichnen,
Malen und Kompositionslehre bei den Malern Moriz Melzer und Adolf Plünnecke. Bekannt ist, dass er in den 1930er Jahren als freier
Pressefotograf bei Berliner und auswärtigen Verlagen war. Das Zeichnen und Malen hat er auch während dieser Zeit nicht aufgegeben.
So hinterließ er uns das schöne Werk aus dem Jahr 1931 mit dem Titel „Schlosspark Niederschönhausen”. Mit Beginn des
Krieges 1939 wurde Kliem für die Industrie dienstverpflichtet und er konnte erst nach Kriegsende seine freischaffende Tätigkeit
als Maler und Grafiker beginnen. Er wurde 1953 Mitglied des Künstlerbundes Reinickendorf, der zehn Jahre zum eingetragen
Berufsverband Bildender Künstler überging. Es folgten Studienreisen durch Europa und hatte Ausstellungen zusammen mit Cuno Fischer,
August Wilhelm Dressler, Paul Wilhelm und Hannah Höch. Einige weitere Werke sind in der Sammlung des Mitte-Museums in der
Pankstraße, Nachfolger des Heimatmuseums Wedding.
Völlig unbekannt ist der Künstler dieses wunderschönen Bildes mit der Panke. Das farbenfrohe Bild mit dem Flüsschen, bezeichnet
mit „Panke im Park” könnte an einigen Stellen der Panke entstanden sein. Da die Panke im Schlossperk Buch noch relativ
klein dahinfließt, liegt die Vermutung nahe, dass dieses Bild die Panke entweder im angrenzenden Schlosspark vom königlichen
Schloss Schönhausen oder in dem naheliegenden Bürgerpark entstanden sein musste. Beide Stellen bieten diesen Anblick, das sich im
angrenzenden Wedding verlaufende Flussbett der Panke ist weitesgehend geradlinig und wenig weiträumig. Beim genauen Hinsehen kann
man nicht nur die Enten im Pankewasser entdecken, auch an der horizontalen Linie kann man offensichtlich Spazierende erahnen. Es
kann zu hoffen sein, dass man irgendwann vielleicht, näheres zu diesem Bild und dessen Künstler in Erfahrung bringt.
Die krumme Linde vor der Pankebrücke im Schlosspark Pankow bzw. Niederschönhausen war lange Jahre Markenzeichen der Panke.
Unzählige Postkarten wurden mit diesem Motiv in vermutlich alle Welt verschickt. Auch auf alten Leporellos aus Pankow fand dieses
Motiv seinen angestammten Platz. Aus dem Jahre 1904 stammte dieses Motiv von der Panke im Schlosspark Pankow, welches die Panke
mit der krummen Linde und der dahinter liegenden Pankebrücke darstellt. Auf der Brücke stehen vermutlich die Eltern der am
Pankeufer spielenden Kinder. Der Schlosspark in Pankow ist damals wie heute beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänge, von Französch
Buchholz z. B. kommend über die baumreiche Schlossallee. Früher gehörte der Schlosspark in Pankow zum landschaftlichen Ensemble des
königlichen Schlosses Niederschönhausen, wurde aber irgendwann zu den Pankeufern hin abgegrenzt. Viele der Einheimischen aus
Niederschönhausen nutzen den Schlosspark auf dem Heimweg auch als Verbindungsweg zwischen Pankow und Niederschönhausen. Der Park
verbindet den eher städtischen Ortsteil mit Einkaufsstraßen sowie dem Pankower Wochenmarkt und dem schon in den übergehenden
ländlichen Ortsteil Niederschönhausen. Bis auf die alte Schrebergartensiedlung blieb der Schlosspark bis heute nahezu unberührt.
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